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Bewerbungsprozess: Was es braucht, damit Unternehmen im Werben um vielversprechende Mitarbeiter erfolgreicher sind

800 500 Francisco Javier Fiala

Die Suche nach neuen Mitarbeitern, die neben Kompetenz und Motivation auch mit Enthusiasmus zu überzeugen wissen, ist in den vergangenen Jahren zu einer immer komplexeren Aufgabe geworden. Wer unter all den „Sandkörnern“ die echten Goldstücke finden will, muss mehr tun, als nur das Sieb in den Fluss zu halten. Recruiting und Integration sind deshalb Aufgaben, die Arbeitgeber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Wie überzeugen Sie High Potentials, ein Teil Ihres Unternehmens zu werden?

Vielversprechende Nachwuchskräfte sind in zahlreichen Branchen ein rares Gut. Kein Wunder, denn Mitarbeiter, die mehr als nur studiert, sondern darüber hinaus auch erfahren sind und über die notwendigen Soft Skills verfügen, können sich vor Offerten meist kaum retten. Und wo das Angebot an High Potentials begrenzt, die Nachfrage allerdings groß ist, braucht es vom ersten Schritt bis zur Unterzeichnung des Vertrages vor allem eines: passende Anreize.

Das bloße Anbieten einer vakanten Position reicht also schon längst nicht mehr aus. Unternehmer sollten sich stattdessen fragen, wo ihr ganz persönlicher „Unique Selling Point“ für den potenziellen Mitarbeiter liegt und ihre Trümpfe clever ausspielen.

Die „Arbeitsmotivation“ als Knackpunkt

Die Arbeitspsychologie umfasst auch Punkte, die ein Unternehmen für seine Mitarbeiter attraktiv machen. Unter dem Oberbegriff der Arbeitsmotivation sammeln sich dabei folgende sechs Punkte:

  • das Geldmotiv,
  • das Kontaktmotiv,
  • das Kompetenzmotiv,
  • das Statusmotiv,
  • das Leistungsmotiv
  • und das Sicherheitsmotiv.

All diese Motive sorgen für eine gute Bindung und beeinflussen letztlich auch die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen als Arbeitgeber. Mit einem herausragenden Jahresgehalt wird gerade einmal einer der genannten Punkte befriedigt. Wer hinsichtlich der Anwerbung der Führungskräfte von morgen also wirklich hervorstechen will, muss mehr bieten.

In Zeiten einer immer stärkeren gesellschaftlichen Individualisierung steigen die Erwartungen potenzieller Mitarbeiter an bessere Rahmenbedingungen und Perspektiven. Immer wieder fällt auf: sie wollen mehr als nur Geld und Status; sie möchten ihr persönliches Lebensmodell verwirklichen. Auf die „weichen Faktoren“ zu setzen, ist für Unternehmen daher der Schlüssel zum Erfolg. Dazu zählen beispielsweise Respekt, Anerkennung, ein gewisser „Spaßfaktor“ sowie die Aufnahme in eine stabile und angenehme Gemeinschaft.

Die wahren Erfolgsfaktoren im Recruiting-Prozess

Was also tun, um schon während der Anwerbungsphase mehr als nur „harte Motive“ zu befriedigen? Die Antwort ist so simpel wie komplex: Menschlichkeit und Respekt im Recruiting.

Das bedeutet: Schluss mit verstaubten Hierarchien im Bewerbungsprozess! Jetzt ist die Zeit, High Potenzials schon vom ersten Moment an auf Augenhöhe zu begegnen. Das Interview als Herzstück sollte daher gut vorbereitet und mit einer angemessenen Länge ausgestattet werden. Der Bewerber wird schnell merken, ob er respektiert und „gesehen“ wird. Ob seine Ansprechpartner ihm ohne Vorbehalte begegnen, Absprachen einhalten und für Rückrufe zur Verfügung stehen. Infolgedessen wird er positive Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen nach außen kommunizieren und somit zu einer guten Reputation beitragen – selbst wenn es zu keiner Einigung kommt. 

Auch beim „Onboarding“ dran bleiben

Im besten Fall aber steht am Höhepunkt des Recruiting-Prozesses die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages. Ist dieser Meilenstein erreicht, folgt eine engmaschige Eingliederung, die den positiven Eindruck des Mitarbeiters unterstützen sollte. Nun ist es entscheidend, für eine gelungene soziale Anbindung zu sorgen, die sogenannte „Work-Life-Balance“ zu mehr als nur einer Wortphrase zu machen und den Angestellten weiterhin als Mensch mit all seinen Bedürfnissen zu respektieren.

Und wenn das bedeutet, dass sich auch direkte Vorgesetzte aktiv einbringen müssen, so ist das nur richtig. Auf diese Weise fühlt sich der Mitarbeiter angenommen und akzeptiert. Die Folge? Eine gelungene Neugewinnung und das Ebnen eines gemeinsamen Weges, der allen Facetten der Arbeitsmotivation gerecht wird.

Francisco Javier Fiala
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Francisco Javier Fiala

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